Philosophenweg 6 · 89231 Neu-Ulm Amtsgericht Memmingen HRB 22204

Ablauf

Sechs Schritte, immer dieselben.

Der erste kostet Sie zehn Minuten am Telefon. Nach dem dritten haben Sie eine Liste mit jeder Position, ihrem Zustand und einer Preisspanne in der Hand. Sie entscheiden erst dann, ob Sie uns beauftragen.

Ein Auftrag wird unterzeichnet

Von Anruf bis Abrechnung

  1. Das erste Gespräch

    Was liegt vor, wo steht es, wie eilig ist es, und in wessen Auftrag handeln Sie? Nach zehn Minuten wissen Sie, ob wir das übernehmen können. Außerhalb unseres Bereichs liegen Immobilien und Forderungseinzug; darauf weisen wir im selben Gespräch hin.

  2. Sichtung vor Ort

    Wir kommen hin. Bestand durchgehen, Zustand aufnehmen, fotografieren, prüfen welche Papiere da sind und welche fehlen. Wir gleichen das Anlagenverzeichnis gegen den tatsächlichen Bestand ab.

  3. Aufstellung mit Preiseinschätzung

    Sie bekommen eine Liste: jede Position einzeln, mit Zustand, vorhandenen Papieren und der Spanne, die realistisch erzielbar ist. Diese Aufstellung taugt zugleich als Grundlage für das Verzeichnis der Massegegenstände nach § 151 InsO.

  4. Auftrag und Freigabe

    Schriftlich, und darin steht alles, was später Streit auslösen könnte: Umfang, Mindestpreise je Position, unsere Vergütung, Fristen und wer wem wann berichtet. Ohne schriftliche Freigabe je Position wird nicht verkauft.

  5. Vermarktung

    Käuferansprache, Besichtigungstermine, Verhandlung, Kaufvertrag. Verkauft wird im Namen und für Rechnung des Auftraggebers, und genau das steht im Vertrag, den der Käufer unterschreibt. Über den Stand berichten wir laufend, nicht erst am Ende.

  6. Abrechnung

    Positionsweise: was ging weg, zu welchem Preis, an wen, mit welchem Beleg. Der Erlös geht auf das von Ihnen benannte Konto. Was sich nicht verkaufen ließ, steht ebenfalls in der Abrechnung, mit einem Vorschlag, was damit geschehen soll.

Der Auftrag

Was schriftlich steht

Wir fangen erst an, wenn beide Seiten unterschrieben haben. Der Auftrag ist zugleich der Nachweis: Ein Verwalter, der eine Verwertung freigegeben hat, muss belegen können, zu welchen Bedingungen das geschah.

Ein unterschriebenes Schriftstück mit Stift daneben

Grenzen

Was dabei nicht passiert

Zahlungsweg

Der Erwerber zahlt auf das im Kaufvertrag genannte Konto, von dort geht der Erlös an den Auftraggeber. Jede Auszahlung trägt eine Belegnummer, die in der Schlussabrechnung neben derselben Position wieder auftaucht. Bei Edelmetallen, Uhren und Kraftfahrzeugen ist das zugleich die Voraussetzung, die Sorgfaltspflichten nach § 1 Abs. 10 Geldwäschegesetz zu erfüllen. Für Barzahlung gelten dort besondere Pflichten, bei Edelmetallen ab 2.000 Euro.

Eigentum und Rolle

Bei einer Beauftragung bleibt der Auftraggeber Eigentümer bis zum Verkauf; wir treten als Vertreter auf, und der Kaufvertrag weist das aus. Kaufen wir selbst an, ist das ein gesonderter Vertrag mit eigenem Preis und eigenem Risikoübergang.

Rechtsfragen

Ob eine Anfechtung greift, ob ein Aussonderungsrecht besteht und ob ein Antrag zu stellen ist, beantwortet die Kanzlei des Auftraggebers. Wir liefern die Aufstellung, auf der diese Entscheidungen aufsetzen.

Was es kostet

Die Vergütung wird vor der Auftragserteilung schriftlich vereinbart und richtet sich nach Umfang, Art des Bestands und dem Aufwand für Abholung und Lagerung. Sie steht im Auftrag, nicht in einer Nachberechnung.

Die Sichtung und die Aufstellung nach Schritt zwei und drei bekommen Sie, bevor Sie sich binden. Das ist so gewollt: Sie sollen entscheiden können, ob sich der Auftrag lohnt, und dafür brauchen Sie Zahlen und keine Zusage.

Die Vergütung wird je Auftrag kalkuliert. Ein Warenlager mit vierhundert Positionen und ein einzelner Radlader sind zwei verschiedene Aufträge.

Rückfragen

Was am häufigsten gefragt wird

Sechs Fragen zum Ablauf, dazu die fünf, die ein Käufer stellt — Verkäufer, Steuer, Gewährleistung, Verbrauchswerte, Reservierung.

Weiter

Der erste Schritt ist ein Anruf.

Sagen Sie uns, was vorliegt und wo es steht. Den Rest klären wir am Telefon. Wenn wir nicht die Richtigen sind, sagen wir Ihnen das im selben Gespräch.